Planen, ohne mich zu verlieren.

Ich mag Pläne. Ich mag Struktur. Ich mag das Gefühl, dass Dinge Sinn ergeben. Und gleichzeitig weiß ich: Das Leben lacht über Pläne – und zwar nicht, weil es böse ist, sondern weil es lebendig ist. Pläne geben dir Richtung. Aber sie sind nicht die Reise selbst.

Für die Weltreise brauchte ich einen Rahmen. Eine Route. Ein Budget. Ein paar Fixpunkte. Nicht, um alles zu kontrollieren – sondern damit ich losgehen kann, ohne innerlich ständig zu kippen. Ein Plan ist wie ein Geländer. Er gibt Halt. Aber du musst dich nicht daran festklammern.

Und dann kam die wichtigste Erkenntnis: Der Plan ist nicht die Reise. Der Plan ist nur die Eintrittskarte. Sobald du unterwegs bist, verändert sich alles. Du bist müde. Du bist euphorisch. Du triffst Menschen. Du willst bleiben oder früher weiter. Du merkst, dass du weniger brauchst als gedacht. Oder dass du plötzlich etwas suchst, das du vorher nicht mal benennen konntest.

Ich habe gelernt, dass Flexibilität kein Chaos ist. Flexibilität ist Intelligenz. Es ist die Fähigkeit, auf das zu reagieren, was wirklich passiert – statt stur an dem festzuhalten, was du dir in einem anderen mentalen Zustand ausgedacht hast. Das gilt nicht nur für Reisen. Das gilt für alles. Karriere. Beziehungen. Lebensentwürfe.

Mach dir keine Vorwürfe, wenn dein Plan nicht aufgeht. Das bedeutet nicht, dass du versagt hast. Das bedeutet, dass du lebst. Dass du dich entwickelst. Dass du mehr bist als eine To-do-Liste. Der beste Plan ist einer, den du loslassen kannst, wenn etwas Besseres kommt.

Regret Nothing heißt hier: planen, um zu starten – und dann mutig genug sein, den Plan loszulassen, wenn die Realität besser ist. Oder anders. Oder überraschend. Das ist kein Scheitern. Das ist Wachstum.

Zurück
Zurück

Zeit für mich: Warum Stille kein Luxus ist.

Weiter
Weiter

Regret Nothing: Nicht perfekt. Aber echt.